Verfahren 2: Vermeidung nosokomialer Infektionen – postoperative Wundinfektionen (QS WI)

Mit Beschluss des G-BA vom 18.12.2025 wird das Verfahren QS WI nicht weitergeführt. Für das EJ 2025 ist die einrichtungsbezogene Erfassung (NWIEA bzw. NWIES) nicht erforderlich. Die fallbezogene Erfassung (NWIF) entfällt ab dem 3. Quartal 2025. Im AJ 2026 erfolgt eine letzte Berichterstellung in Form von Rückmeldeberichten an die Leistungserbringer und länderbezogenen Auswertungen an die LAGen auf Basis der Daten zum EJ 2024 zu den postoperativen Wundinfektionen

Postoperative Wundinfektionen sind typische Komplikationen eines chirurgischen Eingriffs. Sie stellen heute die häufigste nosokomiale Infektionsart dar und sind ein Problem aller stationär und ambulant operierenden Fachgebiete. Auch in hoch entwickelten Gesundheitssystemen bedeuten postoperative Wundinfektionen ein relevantes Risiko für Patienten und damit eine kontinuierliche Herausforderung an die Hygiene und den klinischen Infektionsschutz.

Das Ziel des QS-Verfahrens ist es, die Qualität der Maßnahmen ambulanter und stationärer Leistungserbringer zur Vermeidung nosokomialer postoperativer Wundinfektionen zu messen, vergleichend darzustellen und zu bewerten. Einbezogen werden stationäre sowie ambulante Operationen aus den Leistungsbereichen: Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gefäßchirurgie, Viszeralchirurgie, Herzchirurgie, Orthopädie/Unfallchirurgie, Plastische Chirurgie, Urologie.

Die Datenerhebung basiert auf der fallbezogenen QS-Dokumentation der stationären Einrichtungen, den Sozialdaten der Krankenkassen und einer jährlichen Einrichtungsbefragung stationärer und ambulanter Einrichtungen.


Der Schutz und der sorgfältige Umgang mit personenbezogenen Daten hat für die LAGQH höchste Priorität. Sie hat deshalb vor Veröffentlichung der Länderberichte eine ausführliche Analyse zu datenschutzrelevanten Aspekten durchgeführt. Die Länderberichte werden daraus resultierend mit einer Maskierung der Daten mit Fallzahlen 1 - 3 (Maskierung = Verzicht auf die Nennung der konkreten Fallzahlen) veröffentlicht. Sie enthalten darüber hinaus ausschließlich aggregierte Daten. Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns gern direkt.