Ärztliches Peer Review

Das Jahr 2014 war in Hessen für den Leistungsbereich „Cholezystektomie“ von entscheidender Bedeutung. Der Lenkungsausschuss Hessen hat einem 3-jährigen Pilotverfahren „Ärztliches Peer Review Cholezystektomie“ zugestimmt und auch die Landesärztekammer Hessen hat ihre Unterstützung für das Vorhaben zugesichert.

Das Verfahren wurde auch über die Pilotphase hinaus in den Jahren 2018 und 2019 umgesetzt.


Inhalt eines Peer Reviews:

Das Verfahren Peer Review Cholezystektomie basiert auf dem Curriculum Peer-Review der Bundesärztekammer und richtet sich nach einem dafür definierten Verfahrensrahmen.

Der besondere Reiz des Verfahrens liegt für die Ärztinnen und Ärzte in der freiwilligen Teilnahme an einer Fremdbetrachtung auf Augenhöhe durch versierte und im Peer-Review-Verfahren geschulte Kolleginnen und Kollegen in gehobenen Positionen (z.B. Chefärzte, Leitende Oberärzte) und im gemeinsamen Austausch über mögliche Lösungsansätze.

Wichtiger Bestandteil des Verfahrens ist die kollegiale Besprechung eines vorausgefüllten strukturierten Selbstauskunftsbogen, bestehend aus einem Struktur- und Prozessteil, in welchem unter anderem die QS-Dokumentation, die Organisation der prä- und postoperativen Behandlung der Cholezystektomie oder Prozesse zur Sicherheitskultur hinterfragt werden.

Eingeschlossen sind die Teilnahme an einer Operation sowie die Überprüfung der Datenvalidität anhand von ausgewählten Krankenakten.

Der Ablauf des Reviews erfolgte nach einem genauen Tagesplan und mündete in einer Fremdbewertung der Peers im Vergleich zur Selbstbewertung der Einrichtung.