QS-Verfahren

Mit der im Jahr 2016 eingeführten Qesü-RL, die im Jahr 2019 durch die DeQS-RL abgelöst wurde, wurden erstmals die Rahmenbedingungen für Verfahren der medizinischen Qualitätssicherung geschaffen, die ambulante und stationäre Leistungserbringer gleichermaßen betrachten. Ab dem Erfassungsjahr 2021 werden zusätzlich alle QS-Verfahren der QSKH-RL vollständig in die DeQS-RL überführt.

Diese Verfahren sind:

  • Verfahren 1 – Perkutane Koronarintervention (PCI) und Koronarangiographie (QS PCI)
  • Verfahren 2 – Vermeidung nosokomialer Infektionen – postoperative Wundinfektionen (QS WI)
  • Verfahren 3 - Cholezystektomie (QS CHE)
  • Verfahren 4 – Nierenersatztherapie bei chronischem Nierenversagen einschließlich Pankreastransplantationen (QS NET)
  • Verfahren 5 – Transplantationsmedizin (QS TX)
  • Verfahren 6 – Koronarchirurgie und Eingriffe an Herzklappen (QS KCHK)
  • Verfahren 7 – Karotis-Revaskularisation (QS KAROTIS)
  • Verfahren 8 – Ambulant erworbene Pneumonie (QS CAP)
  • Verfahren 9 – Mammachirurgie (QS MC)
  • Verfahren 10 – Gynäkologische Operationen (QS GYN-OP)
  • Verfahren 11 – Dekubitusprophylaxe (QS DEK)
  • Verfahren 12 – Versorgung mit Herzschrittmachern und implantierbaren Defibrillatoren (QS HSMDEF)
  • Verfahren 13 – Perinatalmedizin (QS PM)
  • Verfahren 14 – Hüftgelenkversorgung (QS HGV)
  • Verfahren 15 – Knieendoprothesenversorgung (QS KEP)

 

Aufgaben der LAGQH

Die Geschäftsstelle der LAGQH ist für die administrative Betreuung und technisch-organisatorische Durchführung bei der Umsetzung der Qualitätssicherungsmaßnahmen zuständig. Die Aufgaben der LAGQH sind in §6 der DeQS-RL festgehalten. Zu den Aufgaben gehören unter anderem die Prüfung und Bewertung von Auffälligkeiten in den übermittelten Auswertungen, die Feststellung und Einleitung qualitätsverbessernder Maßnahmen sowie deren Durchführung.

Liegen Auffälligkeiten vor, so wird dem Leistungserbinger Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben (Stellungnahmeverfahren). Dazu zählen schriftliche Stellungnahmen, die Durchführung von Gesprächen sowie Begehungen. Können die Auffälligkeiten im Stellungnahmeverfahren nicht ausreichend aufgeklärt werden, beschließt die LAGQH über die Notwendigkeit zur Einleitung geeigneter Maßnahmen und legt Art, Inhalt und Umfang dieser fest. Zu diesen Maßnahmen gehören beispielsweiße die:

- Teilnahme an geeigneten Fortbildungen, Fachgesprächen, Kolloquien,

- Teilnahme am Qualitätszirkel,

- Implementierung von Behandlungspfaden,

- Durchführung von Audits,

- Durchführung von PeerReviews,

- Implementierung von Handlungsempfehlungen anhand von Leitlinien.