Vermeidung nosokomialer Infektionen – postoperative Wundinfektionen (QS WI)

 

Postoperative Wundinfektionen sind typische Komplikationen eines chirurgischen Eingriffs. Sie stellen heute die häufigste nosokomiale Infektionsart dar und sind ein Problem aller stationär und ambulant operierenden Fachgebiete.  Auch in hoch entwickelten Gesundheitssystemen bedeuten postoperative Wundinfektionen ein relevantes Risiko für Patienten und damit eine kontinuierliche Herausforderung an die Hygiene und den klinischen Infektionsschutz.

Das Ziel des QS-Verfahrens ist es, die Qualität der Maßnahmen ambulanter und stationärer Leistungserbringer zur Vermeidung nosokomialer postoperativer Wundinfektionen zu messen, vergleichend darzustellen und zu bewerten. Einbezogen werden stationäre sowie ambulante Operationen aus den Leistungsbereichen: Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gefäßchirurgie, Viszeralchirurgie, Herzchirurgie, Orthopädie/Unfallchirurgie, Plastische Chirurgie, Urologie.

 
Die Datenerhebung basiert auf der fallbezogenen QS-Dokumentation der stationären Einrichtungen, den Sozialdaten der Krankenkassen und einer jährlichen Einrichtungsbefragung stationärer und ambulanter Einrichtungen.
 

 

Spezifikation

Auf den Internetseiten des IQTIG finden Sie die aktuelle Spezifikation für das Jahr 2020, die aktuellen Rechenregeln und Auswertungen sowie eine ausführliche Indikatorenbezeichnung.

 

Bitte beachten Sie: 

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in seiner Sitzung am 17. Januar 2019 beschlossen,die Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung (DeQS-RL) insofern zu ändern, dass die einrichtungsbezogene Qualitätssicherungsdokumentation in Verfahren 2 (QS WI) für belegärztliche Leistungen für die Erfassungsjahre 2018 bis 2020 augesetzt wird. Hier finden Sie den entsprechenden Beschluss.

 

Patientenmerkblatt

Bei diesem Verfahren werden auch patientenbezogene Daten (PID) erhoben und weitergeleitet, die für die Verknüpfung mit den Sozialdaten benötigt werden. Damit ist auch eine Information des Patienten mit einem spezifischen Patienteninformationsblatt erforderlich. Das entsprechende Merkblatt des G-BA finden Sie hier.