QS Verfahren

Mit der im Jahr 2016 eingeführten Qesü-RL, die im Jahr 2019 durch die DeQS-RL abgelöst wurde, wurden erstmals die Rahmenbedingungen für Verfahren der medizinischen Qualitätssicherung geschaffen, die ambulante und stationäre Leistungserbringer gleichermaßen betrachten. Diese Verfahren sind:

  • seit 2016: Perkutane Koronarintervention (PCI) und Koronarangiographie (QS PCI),
  • seit 2017: Vermeidung nosokomialer Infektionen – postoperative Wundinfektionen (QS WI) und
  • seit 2019: Cholezystektomie (CHE)
  • ab 2020:
    • Nierenersatztherapie bei chronischem Nierenversagen einschließlich Pankreastransplantationen (QS NET)
    • Transplantationsmedizin (QS TX)
    • Koronarchirurgie und Eingriffe an Herzklappen (QS KCHK)

 

Die Geschäftsstelle der LAGQH ist für die administrative Betreuung und technisch-organisatorische Durchführung bei der Umsetzung der Qualitätssicherungsmaßnahmen zuständig. Zu den Aufgaben der LAGQH gehören unter anderem die Prüfung und Bewertung von Auffälligkeiten in den übermittelten Auswertungen, die Feststellung und Einleitung qualitätsverbessernder Maßnahmen sowie deren Durchführung.

Liegen Auffälligkeiten vor, so wird dem Leistungserbinger Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben (sogenanntes Stellungnahmeverfahren). Dazu zählen schriftliche Stellungnahmen, die Durchführung von Gesprächen sowie Begehungen. Können die Auffälligkeiten im Stellungnahmeverfahren nicht ausreichend aufgeklärt werden, beschließt die LAGQH über die Notwendigkeit zur Einleitung geeigneter Maßnahmen und legt Art, Inhalt und Umfang dieser fest. Zu diesen Maßnahmen gehören beispielsweiße die:

  • Teilnahme an geeigneten Fortbildungen, Fachgesprächen, Kolloquien,
  • Teilnahme am Qualitätszirkel,
  • Implementierung von Behandlungspfaden,
  • Durchführung von Audits,
  • Durchführung von PeerReviews,
  • Implementierung von Handlungsempfehlungen anhand von Leitlinien.