G-BA Richtlinie

Die Grundlage für die extern vergleichenden sektorenübergreifenden Qualitätssicherungsverfahren ist die "Richtlinie zur datengestützen einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung (DeQS-RL)".

Die DeQS-RL hat am 1. Januar 2019 die "Richtlinie zur einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung" (Qesü-RL) abgelöst. Ab dem Erfassungsjahr 2021 sollen auch die QS-Verfahren der QSKH-RL vollständig in die DeQS-RL überführt werden.

Mit der Qesü-RL bzw. DeQS-RL wurden erstmals die Rahmenbedingungen für Verfahren der medizinischen geschaffen, die ambulante und stationäre Leistungserbringer gleichermaßen betrachten. Diese sind:

 

  • seit 2016: Verfahren 1 – Perkutane Koronarintervention (PCI) und Koronarangiographie (QS PCI)
  • seit 2017: Verfahren 2 – Vermeidung nosokomialer Infektionen – postoperative Wundinfektionen (QS WI)
  • seit 2019: Verfahren 3 – Cholezystektomie (QS CHE)
  • seit 2020:
    • Verfahren 4 – Nierenersatztherapie bei chronischem Nierenversagen einschließlich Pankreastransplantationen (QS NET)
    • Verfahren 5 – Transplantationsmedizin (QS TX)
    • Verfahren 6 – Koronarchirurgie und Eingriffe an Herzklappen (QS KCHK)

 

 

Auwirkungen der Richtlinien auf Landesebene

Zur Umsetzung dieser Verfahren werden auf Ebene der Bundesländer durch die jeweilige KV, KZV, LKG und die Verbände der Krankenkassen und Ersatzkassen sogenannte Landesarbeitsgemeinschaften (LAG) gegründet. Die LAG in Hessen ist als Landesarbeitsgemeinschaft Qualitätssicherung Hessen (LAGQH) in der Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) rechtskräftig. Die LAG trifft Entscheidungen durch das Lenkungsgremium. Dieses ist paritätisch besetzt.

Die LÄKH, der LPRH, die PKV und PatV sind beteiligte, aber nicht stimmberechtigte Organisationen. Eine Geschäftsordnung regelt die Verfahrensabläufe für die LAGQH. Für die Durchführung der Abläufe (Bewertung der Auswertungen und Einführung von QS-Maßnahmen) in beiden Verfahren wurden Fachkommissionen gegründet und mit Vertretern aus dem ambulanten und stationären Bereich besetzt. Diese Besetzung ist in den themenspezifischen Bestimmungen für beide Verfahren festgelegt.

Träger der LAGQH sind die oben genannten Vertragsparteien als Gesellschafter. Die LAGQH hat
a) eine Gesellschafterversammlung als Entscheidungsgremium für alle administrativen, organisatorischen und fiskalischen Entscheidungen,
b) ein Lenkungsgremium als Entscheidungsgremium für die Aufgaben gem. §§ 5 und 6 der Qesü-RL,
c) eine Geschäftsstelle für die administrative Betreuung und technisch-organisatorische Durchführung und
d) Fachkommissionen für die fachlich-inhaltliche Durchführung der Aufgaben.