Vermeidung nosokomialer Infektionen – postoperative Wundinfektionen (QS WI)

Postoperative Wundinfektionen sind typische Komplikationen eines chirurgischen Eingriffs. Sie stellen heute die häufigste nosokomiale Infektionsart dar und sind ein Problem aller stationär und ambulant operierenden Fachgebiete.  Auch in hoch entwickelten Gesundheitssystemen bedeuten postoperative Wundinfektionen ein relevantes Risiko für Patienten und damit eine kontinuierliche Herausforderung an die Hygiene und den klinischen Infektionsschutz.

 

Ziel des Verfahrens

Ziel des QS-Verfahrens ist es, die Qualität der Maßnahmen ambulanter und stationärer Leistungserbringer zur Vermeidung nosokomialer postoperativer Wundinfektionen zu messen, vergleichend darzustellen und zu bewerten.

Weitere Informationen finden Sie in Verfahren 2 der Qesü-Richtlinie (S. 47 ff.) oder unter www.iqtig.org.

 

Spezifikationen

Folgende Spezifikationen des Verfahrens QS WI sind hier zu finden.

  • QS WI – fallbezogene QS-Dokumentation (NWIF)
  • QS WI – einrichtungsbezogene QS-Dokumentation (ambulant) (NWIEA)
  • QS WI – einrichtungsbezogene QS-Dokumentation (stationär) (NWIES)
  • QS WI – Sozialdaten (Wundinfektionen) (NWIWI)
  • QS WI – Sozialdaten (Tracer-Eingriffe) (NWITR)

 

Rechenregeln

Das IQTIG hat eine Präsentation zur Verfügung gestellt, in der die Rechenregeln zum einrichtungsbezogenen Teil des Verfahrens QS WI (einrichtungsbezogene QS-Dokumentation NWIEA/ NWIES) anschaulich dargestellt werden. Die Präsentation entspricht dem Stand der prospektiven Rechenregeln 2017. Hier können Sie diese anschauliche Darstellung der Rechenregeln zum Hygiene- und Infektionsmanagement QS WI downloaden.

Die prospektiven und endgültigen Rechenregeln für die Erfassungsjahre 2017/ 2018/ 2019 gemäß den themenspezifischen Vestimmungen zu Verfahren 2 (QS WI) sind auf den Seiten desn IQTIG veröffentlicht. Sie finden diese hier.

 

Aussetzung der einrichtungsbezogenen Qualitätssicherungsdokumentation in Verfahren 2 (QS WI) für belegärztliche Leistungen für die Erfassungsjahre 2018 bis 2020

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in seiner Sitzung am 17. Januar 2019 beschlossen,die Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung (DeQS-RL) insofern zu ändern, dass die einrichtungsbezogene Qualitätssicherungsdokumentation in Verfahren 2 (QS WI) für belegärztliche Leistungen für die Erfassungsjahre 2018 bis 2020 augesetzt wird. Hier finden Sie den entsprechenden Beschluss.

 

Patientenmerkblatt

Bei diesem Verfahren werden auch patientenbezogene Daten (PID) erhoben und weitergeleitet, die für die Verknüpfung mit den Sozialdaten benötigt werden. Damit ist auch eine Information des Patienten mit einem spezifischen Patienteninformationsblatt erforderlich. Das entsprechende Merkblatt des G-BA finden Sie hier.